Ich bin ein missionarischer Brückenbauer

Studentenreferent Mario Kunze im Interview zu seiner Missionsarbeit

Ein DCTB-Studentenreferent reist für gewöhnlich an Hochschulen, besucht Bibelgruppen und kommt mit Studenten ins Gespräch über Jesus.

Silke Schloe: Sagen wir, es geht los an eine Hochschule: Wie bereitest du dich innerlich auf so einen Einsatz vor?

Mario Kunze: Ich fange an zu beten und warte erst einmal ab. Über Bücher komme ich dann manchmal ins Gespräch. Oft kommen Studenten mit Einzelfragen, zum Beispiel „die Kirche – warum verdammt sie Homosexualität?“ Von diesen Fragen ausgehend, versuche ich auf eine tiefere, persönliche Ebene zu kommen, die hinter ihrer Ausgangsfrage steckt, etwa: „Wie kannst du ohne Jesus leben?“ Negative Erfahrungen, eine areligiöse Prägung, der starke Wunsch nach Selbstbestimmung des eigenen Lebens oder das Gefühl, ein guter Mensch zu sein, sind Einstellungen, welche mir häufiger begegnen und die Grundhaltung der Menschen gegenüber Jesus prägen.

Silke Schloe: Was ist deine „Dienstphilosophie“?

Mario Kunze: Als ich im Jahr 2016 angefangen habe – da war die DCTB- Studentenarbeit in einer Krise –, habe ich mir die Frage gestellt: Wie kann ich Studentenarbeit aufbauen? Ich habe dann ein missionarisch-theologisches Selbstverständnis entwickelt. Ich verstehe mich auf persönlicher Ebene als Brückenbauer. Ich möchte zunächst möglichst viele Menschen treffen und ihnen geistlich das geben, was sie benötigen. Wenn die Kontakte intensiver werden, ist dann auch eine Brücke zum DCTB möglich.

Silke Schloe: Wann bist du als Studentenreferent „in deinem Element?“

Mario Kunze: Die Zeit mit Studenten zu verbringen, fällt mir leicht, sei es beim Lagerfeuer oder bei WhatsAPP. Im Bereich Lehre wähle ich gerne biblisch anspruchsvolle Themen, etwa: „Ist Allah Gott?“ oder „Gott ist Gott gut – und was ist mit ‚bösen‘ Bibelstellen“? Ich habe mittlerweile ein umfangreiches Repertoire entwickelt zu Themen wie „Christ und Geld“, „Glaube und Werke“, „Sexualität im Licht der Bibel“ und so weiter. Ich möchte Studenten wirklich fundiert weiterhelfen, sei es bei theologischen Fachfragen oder bei seelsorgerlichen Problemen. Und so entwickelt sich oft ein intensiver Draht. Das zeigt sich später dann auch an der Anzahl an Hochzeitseinladungen, welche ich bekomme.

Silke Schloe: Wenn man von deinen missionarischen Reisen hört, taucht da ein gewisser „heißer Stuhl“ auf. Was hat es damit auf sich?

Mario Kunze: Im Rahmen einer Bibelgruppe dürfen die Teilnehmer allesfragen, was sie schon immer einmal zum Thema Bibel, Glaube und Gott oder dem Leben im Allgemeinen wissen wollten. Damit möchte ich herausfinden, was die Studenten wirklich interessiert. Da ich sie ja nicht oft sehe, ist das ein Weg, unmittelbar mit ihnen in Kontakt zu treten. Ich habe mich mittlerweile mit vielen biblischen Themen auseinandergesetzt, weshalb ich auf sehr breitem Gebiet mit den Studenten ins Gespräch kommen kann. Dieses Format „heißer Stuhl“ funktioniert gut an einem Abend mit eher wenig Leuten, also unter 30 Personen.

Silke Schloe: Was würdest du als Missionar jemandem raten, der sich wünscht, stärker mit Menschen über den Glauben an Jesus ins Gespräch zu kommen?

Mario Kunze: Man sollte anfangen zu beten. Nach 1. Timotheus 2, 1 + 4 gilt die Fürbitte allen Menschen und Gott möchte, dass alle Menschen gerettet werden. Gott wird dann Gelegenheiten schenken und auch helfen, die eigene Menschenfurcht zu überwinden. Es wird nie leicht sein, besonders auch deshalb, weil es den Menschen augenscheinlich gut geht und sie einen Gott nicht zwingend für ihr Leben brauchen. Zunächst kommt also das Gebet und zweitens gilt es, „loszulaufen“ und „nach vorne zu stolpern“. Und dazu braucht es das Wirken und den Segen Gottes!

Mario Kunze bietet für Studenten- und Jugendgruppen in Ihrer Gemeinde an:

  • Ein breites Repertoire zu den Themen Bibel, Glaube, Gott und das Leben allgemein
  • fachspezifische sowie evangelistische Vorträge
  • Missionseinsätze

Kontaktieren Sie ihn unter mario.kunze(at)dctb.de für weitere Informationen.

Zusammenfassung

Eine Wegbeschreibung, bei Studenten, denen es scheinbar gut geht, die Frage nach Gott wichtig werden zu lassen.
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