Lebensversicherung – kann man Leben versichern?

Eine Versicherung für das Leben, das wäre etwas! Diese müsste eine Absicherung gegen das Risiko des Todes bieten. Gestorben wird nur, wenn kein Versicherungsschutz vorliegt. Die Versicherung, welche diesem Anspruch am nächsten kommt, ist die Krankenversicherung. Denn im Gegensatz zu dem Produkt Lebensversicherung hilft diese im Zweifelsfall tatsächlich, das Leben zu retten oder dessen Rettung zu finanzieren. Eine Lebensversicherung versichert dagegen lediglich das finanzielle Risiko der Angehörigen bei einem frühen Tod (Hinterbliebenenfürsorge) oder den eigenen Unterhaltsbedarf bei einem langen Leben (Kapitalbildung zur Altersvorsorge).

Im Extremfall kann sich die Lebensversicherung sogar als Risiko für das eigene Leben entpuppen, da es nun Menschen gibt, die vom Ableben des Versicherten profitieren. In den USA gab es im Jahr 2006 einen aufsehenerregenden Fall, in welchem zwei über 70jährige Damen des Mordes an zwei ehemaligen Obdachlosen überführt wurden. Sie hatten für diese Männer ohne deren Wissen Lebensversicherungspolicen über 1,79 Millionen Euro abgeschlossen. Nach einigen Jahren betäubten sie dann ihre Opfer und täuschten einen tödlichen Verkehrsunfall vor, um die Versicherungssummen einlösen zu können.1

Dieses Problem ist so alt wie die Versicherung selbst. Am 18.06.1583 wurde die erste ( bekannte ) Lebensversicherung in Form einer Wette geschlossen. Sollte der Versicherte Walter Gybbons binnen Jahresfrist sterben, so war eine Summe von 382,- £ an den Begünstigten auszuzahlen.2 Dass nicht jeder Nutznießer einer solchen Wette das fristgerechte Ableben einem tödlichen Zufall überlassen wollte, kann man sich vorstellen. Wie (ver)sichert man sein Leben? Alles, was einem eine Versicherung bieten kann, ist Geld, aber keine Minute, nicht einmal eine Sekunde an Leben. Im Gegenteil – gestorben wird immer! Das ist ein wichtiger Grundsatz der Lebensversicherer. Nur wann, lautet hier die knifflige Frage, da Menschen heute immer älter werden.

Die Bibel sagt hierzu, dass wir als Menschen unser Leben durch Sorgen nicht einmal um einen Augenblick verlängern können.3 Auch nicht durch Vorsorgen. Dagegen empfiehlt die Bibel eine todsichere Anlageoption für die Zukunft in der Ewigkeit. Jesus sagt von sich: „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist; und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit.“4 Der Glaube an Jesus Christus ist die einzige Lebensversicherung, von der auch ein Toter profitiert. Wer ihn hat, hat das Leben! Von einer solchen Police können Inhaber einer klassischen Lebens- oder Krankenversicherung nur träumen. Doch damit nicht genug: Gott übernimmt auch die Fürsorge für die Hinterbliebenen. Er bezeichnet sich als Vater der Waisen und als Helfer und Anwalt der Witwen. Er gibt den Hinterbliebenen alles, was sie zum Leben brauchen.5

Extrakt

Alles, was einem eine Versicherung bieten kann, ist Geld. Aber sie bietet keine Minute, nicht einmal eine Sekunde an Leben.
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