Versicherungen

Kranken- und Pflegeversicherung

Der Nachweis einer gültigen Krankenversicherung muss vom Studenten zur Einschreibung und zu Beginn jedes neuen Semesters erbracht werden. Familienversicherung: Bis zum 25. Lebensjahr (eventuell länger) beitragsfrei in der Familienversicherung der Eltern bleiben. Es gilt hier eine Einkommensgrenze von 435,00 € bzw. 450,00 € (Minijob). Wer mehr verdient, muss sich selbst versichern.

Studentische Krankenversicherung: Wer nicht familien- oder privatversichert ist, muss diese (günstige) Pflichtversicherung bei einer gesetzlichen Krankenversicherung seiner Wahl abschließen. Der monatlich zu zahlende Semesterbeitrag ist bei allen gesetzlichen Krankenkassen gleich, erhöht sich aber um den Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse. Derzeit liegt der Beitrag für die Krankenversicherung bei ca. 70,00 € und für die Pflegeversicherung bei ca. 17,00 €. Auch hier gelten Einkommensgrenzen, welche aber deutlich höher ausfallen.

Tipp: Gesetzliche Krankenkassen vergleichen! Die Zusatzbeiträge variieren zwischen 0,00 % und 1,70 %! Der Durchschnitt liegt bei 1,00 %. Achtung Grenze! Wer älter als 30 Jahre ist oder mehr als 14 Fachsemester studiert hat, kann diese Versicherung nicht in Anspruch nehmen. Hier bleibt nur die freiwillige Versicherung in einer gesetzlichen Krankenkasse. Ein günstiger „Examenstarif“ gilt für max. 6 Monate. BAföG-Empfänger: Wer diese Ausbildungsförderung erhält, kann einen Zuschuss von max. 71,00 € zur Kranken- und 15,00 € zur Pflegeversicherung erhalten. Erforderlich ist die Vorlage einer Bescheinigung der gewählten Krankenkasse.

Weitergehende Informationen gibt es unter: http://www.studis-online.de/StudInfo/Versicherungen/krankenversicherung.php

Unfallversicherung

Hochschule: Jeder Student ist während des Hochschulbetriebs und auf dem direkten Weg von und zur Hochschule gesetzlich bei der Unfallkasse des jeweiligen Bundeslandes unfallversichert.

Freizeit: Eine Freizeit-Unfallversicherung existiert nur, wenn diese von einem Träger für die Studenten eines Hochschulstandortes (z.B. Studentenwerk) abgeschlossen wurde, was häufig der Fall ist. Sonst muss diese privat abgeschlossen werden.

Tipp: Prüfen, ob sich eine private Unfallversicherung wirklich lohnt! Diese leistet nur, wenn auf Grund eines Unfalls eine Invalidität eintritt. Dies ist aber sehr selten der Fall. Weiterhin handelt es sich bei der Leistung i.d.R. um einen einmaligen Geldbetrag, keine Rente (z.B. für den rollstuhlgerechten Umbau der Wohnung).

Haftpflichtversicherung

Falls ein Student im Rahmen der Teilnahme an Hochschulveranstaltungen, aber auch in der Freizeit durch eigenes Verschulden Schäden verursacht, ist eine Regulierung über die Privathaftpflichtversicherung möglich.

Tipp: Prüfen, ob Versicherungsschutz über die Privathaftpflichtversicherung der Eltern weiterbesteht. Hier kann eine Zugehörigkeit zum elterlichen Haushalt erforderlich sein.

Hausratversicherung

Wenn man eine eigene Wohnung hat, kann eine Versicherung für den eigenen Hausrat sinnvoll sein. Hier empfiehlt sich aber bzgl. der Leistungen und Beiträge ein Anbietervergleich.

Tipp: Wer ein hochwertiges Fahrrad besitzt, kann dieses so gegen Diebstahl versichern lassen – vorausgesetzt, das Rad wird abgeschlossen.

Ausweise und Semesterbeitrag

Studentenausweis: Bei der Einschreibung an der Hochschule erhält jeder Student einen Ausweis als Nachweis, dass er immatrikuliert ist. Dieser Ausweis muss jedes Semester durch die Rückmeldung zum Studium neu validiert werden. Der Besitz eines Studentenausweises ermöglicht eine Vielzahl von Vergünstigungen.

Internationaler Studentenausweis (ISIC): Weltweit anerkannte Rabattkarte für Studenten, aber kein amtliches Ausweisdokument. Ermöglicht weltweit Ermäßigungen bei Verkehrsmitteln, Unterkünften und kulturellen Veranstaltungen. Der ISIC gilt für ein Kalenderjahr und kostet € 15,00.

Semesterbeitrag: Dies ist eine pauschale Pflichtabgabe, welche von jedem Studenten zu entrichten ist. Die Höhe variiert zwischen den einzelnen Hochschulen. Der Beitrag wird einkommensunabhängig erhoben und kann nur in extremen Ausnahmefällen zurückerstattet werden. Weitere Infos gibt es hierzu bei der jeweiligen Verwaltung der Hochschule oder des Studentenwerks. Wird der Semesterbeitrag nicht gezahlt, erfolgt eine Zwangsexmatrikulation.

Meldepflicht

Jeder Student ist nach dem Bundesmeldegesetz verpflichtet, sich bei Einzug in eine neue Wohnung oder in ein neues Zimmer binnen zwei Wochen bei der zuständigen Behörde anzumelden. Dies gilt auch dann, wenn dies nur ein Nebenwohnsitz ist.

Achtung Zweitwohnungssteuer! Viele Hochschulstädte erheben eine Zweitwohnungssteuer, die auch von Studenten zu entrichten ist. Ob dies an deinem Studienort der Fall ist, erfährst du bei der lokalen Stadtverwaltung. Um diese zu vermeiden, kann der Erstwohnsitz am Studienort angemeldet werden.

Lesenswert
29.05.2020
Was bedeutet es, dass Christus die Mitte unseres Lebens ist? Eine Frage, die gar nicht so leicht zu beantworten ist...